Was war und ist, kommt und bleibt. . .

Das alles hier ist ein solch großes Trauerspiel, dass ich fast schon wieder drüber lachen könnte - wenn mir nicht die Tränen jede andere Regung verbieten würden.

Ich vermisse so unfassbar sehr, dass ich mich manchmal frage, ob ich eigentlich noch aus etwas anderem bestehe.
Verlust, wohin man auch blickt.
Dann doch lieber die Augen schließen, um dem Nichts nicht begegnen zu müssen.

Und apropos selber schuld: In diese Kategorie gehört auch, ihn gestern Abend anzuschreiben, weil er in seiner icq-away die Frage stehen hat, wann die Tennisplätze wieder aufmachen. Da mein Vater das Mittags erwähnt hatte wusste ich, dass es heute sein würde & erzählte ihm das. Er freute sich. Und ich, danach, ich sagte den Tränen einmal mehr Guten Tag.

Ich bin es Leid, immer nur von S. angeschrieben zu werden, wenn er wissen will, was am Wochende ansteht, ob wir alle was machen - höflicherweise noch die Frage vorausgeschickt, wie es mir geht, die ich gestern einfach ignoriert habe.
Aber heute kann ich darüber nicht genug wütend sein, heute wünsche ich mir nur, mit ihm zu reden & zu hören, dass ich ihm fehle. Zumindest ein wenig, bitte.
2.4.09 23:11


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Der Eintrag von Freitag, zumindest ein Teil den ich Freitag schrieb, bevor myblog ihn zunichte machte. Bisher hatte ich noch nicht die Motivation, den Rest hinzu zu fügen. Aber jetzt.


Heute hätte beinahe ein schöner Tag sein können.
Wenn da nicht über Allem Verlust schweben würde, der das Herz aussetzen lässt, um anschließend in doppelter Schlagzahl weiter zu pochen.
Aber zumindest der Mittag. Ich habe mit Breaking Dawn in der Sonne gesessen, einfach nur gelesen & mich in der Geschichte verloren. Das hilft oft so gut, weil man an so wenig andere Dinge denkt. Es war toll, dass es so warm war, ja beinahe zu warm, wo es doch meist windstill war.

Abends dann Training, bei welchem meine Laune kippte.
Ein Auslöser war eigentlich nur, dass mir etwas nicht so gelungen ist, wie ich es gern gehabt hätte, und schon waren die Tränen wieder da, die natürlich kaum jemand verstanden hat. Und selbst die, die es taten, taten es vermutlich nicht richtig. Ich hätte mich selbst ohrfeigen können, dass das passiert ist.
Wie Sonntag nach dem letzten Saisonspiel. Das letzte Spiel in dieser Konstellation, denn es wird sich einiges ändern.
Erst vor dieser Saison wurden wir so zusammengewürfelt & haben es geschafft, eine Mannschaft zu werden. Es hat wirklich Spaß gemacht mit den Mädels. Zu sehr. Und nun werden wir auseinandergerissen, weil bei der ersten Mannschaft einige aufhören, da muss also aufgestockt werden, damit sie nicht zu wenig sind. Und das bricht mir ein wenig das Herz.

Dazu muss gesagt werden. Ich hatte eine absolut wundervolle Jugendzeit in diesem Verein, mit einer Mannschaft, wie sie toller wohl nicht hätte sein können. Ehrlich, schöner hätte ich es mir nicht wünschen können. Es war großartig mit den Mädels zu spielen, ich habe jede Minute genossen. Die unzähligen Siege, in gewisser Weise auch die schmerzhaften Niederlagen. Glücklicherweise gab es von ersteren wesentlich mehr. Das Erlebte schweißt zusammen, wir waren eine Einheit, auch wenn wir außerhalb des Sports nicht alle miteinander zu tun hatten. Wir holten viele Titel, fuhren unter anderem mit der Schule & also auch einem großen Teil der Vereinsmannschaft zwei Mal zu den Deutschen Meisterschaften nach Berlin. Tage, die nie vergessen werden. Wir jubelten, weinten & feierten zusammen. Man kann mit Worten nicht ausdrücken, was alles gewesen ist & wie es sich angefühlt hat. Es war unglaublich & ich habe es geliebt, Teil dieser Mädels zu sein.
Besagte Jugendzeit endete vor einigen Jahren & ich dachte, dieses letzte Jugendspiel wäre auch mein letztes Spiel überhaupt. Ich wollte aufhören, bzw. sollte es, weil es eben vernünftiger gewesen wäre für meine Knie. Ich versuchte es wirklich, aber konnte kaum eine Halle betreten, geschweigedenn ein Spiel sehen ohne einen dicken Kloß im Hals und Tränen, die unbedingt nach draußen wollten. Besonders nicht von den Mädels, mit denen ich aus damaliger Perspektive nie wieder zusammen spielen konnte.
Wie man jetzt weiß war es nicht das Ende, obwohl ich zwei Mal dachte, dass es vorbei ist.
Diese Saison ergab es sich dann, dass eine 3. Frauenmannschaft spielen sollte, weil aus der Jugend einige Mädels hochkamen in den Erwachsenenbereich. Das wäre zu viel gewesen für nur zwei Mannschaften. In dieser neuen war nicht nur ich selbst, sondern auch einige Mädels von „früher“, sowie einige der Jüngeren, mit denen ich noch nicht gespielt hatte. Aber man kennt sich natürlich. Ja, es hat Spaß gemacht mit ihnen, auch wenn es nicht wie damals war - aber so kann es nie mehr werden. Es waren eben einige dabei, was diese Saison für mich zu etwas ganz Besonderem gemacht hat, weil ich dachte, ich würde nicht mehr mit ihnen spielen können. Umso größer ist jetzt die Trauer, dass es sich wieder ändern wird, dass einige von ausgerechnet denen, die mir speziell wichtig sind, gehen werden. Bisher ist noch nichts sicher, aber man macht sich ja seine Gedanken & spekuliert, wen es am wahrscheinlichsten „treffen“ wird. Meine Cousine zum Beispiel wird Torwart in der ersten Mannschaft, weil die beiden da aufhören.
Das ist schlimm für mich, schlimmer als es sein sollte. Ich will diese Veränderung nicht, weil ich es einfach zu sehr genossen habe, es hat mir so viel gegeben & schon nach so kurzer Zeit wird es mir wieder genommen.
Man sollte meinen, der Verlust weite sich nicht schon wieder auch noch auf diesen Bereich aus...


6.4.09 16:59


Quark-Sahne-Kuchen von Oma ist einfach der Beste...und der Boden erst! <3
Bei all dem Verzicht schätzt man diese Dinge, wenn man dann mal "sündigt", viel mehr.
Dann ist es das auch wert, wenn ich morgen auf der Waage unglücklich bin, weil mich das natürlich wieder etwas gekostet haben wird.
6 Kilo sind es jetzt in 4 Wochen.

7.4.09 18:05


Was für eine wunderwunderbare letzte Folge vor der Sommerpause, und wie unglaublich traurig. Ich musste weinen. Es war so toll. <3
Ein Glück, dass mir diese eigentlich verhasste Pause jetzt absolut erleichtert wird durch Grey's.

Und im gleichen Moment bekomme ich eine SMS von meiner Cousine Me., die über 2 Jahre jünger ist als ich, aber wir verstehen uns wirklich gut. Mit ihr habe ich heute auf dem Tennisplatz gesessen & lange geredet, während ihr Bruder & meine Schwester spielten. Es war richtig schön, und sie sagte mir auch, dass sie das ebenso empfunden hat & sowas viel zu selten vorkommt. Dass es gut tat & sie mich sehr lieb hat. Das trug natürlich nicht dazu bei, dass die Tränen versiegen konnten. Sie ist wirklich klasse & ich liebe sie so.

 

Übrigens war ich heute morgen auf der Waage gar nicht unglücklich, im Gegenteil, ich hatte sogar trotzdem etwas abgenommen. Hach.

8.4.09 21:39


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