Was war und ist, kommt und bleibt. . .

Immer wieder stelle ich mir vor, er würde morgen einfach plötzlich vor meiner Tür stehen. Ich würde ihm öffnen und vor lauter Unglauben erst einmal keinen Ton rausbringen, ihn nur anstarren & darüber sogar vergessen, das Zittern meiner Hände zu verstecken. Und das Schlagen meines Herzens ebenfalls.
Er würde mich ansehen und lächeln, endlose Sekunden lang. Und dann würde ich verstehen & er würde begreifen, all das Ungesagte, all die Zeit. In der darauf folgenden Umarmung läge das, wonach ich mich sehne.

Natürlich wird das nicht passieren, das ist genau genommen das Unwahrscheinlichste, was man sich nur ausdenken könnte. Selbstzerstörerisch obendrein.


Immer wieder spielt sich in Gedanken ab, was vor 5 Jahren geschehen ist. Ich liege schon im Bett kurz vor Mitternacht, noch wach allerdings, als ich eine SMS bekomme. Von ihm, mit der Bitte, doch mal an meine Haustür zu kommen. Völlig verwirrt stehe ich auf und da sind sie, er und T. Da wegen mir & für mich. Gekommen als Überraschung, die sichtlich gelungen ist. Wir sitzen ein bisschen im Wohnzimmer, bis sie wieder gehen. Ich kann lange nicht einschlafen, weil ich überzulaufen drohe vor Glück.
Diese Erinnerung jagt mich & nimmt mir die Luft, bringt mir stattdessen aufsteigende Tränen.
Weil so unglaublich viel gewesen ist in der Zwischenzeit, was ihn so weit von mir weggetragen hat. So weit, dass ich mich fragen muss, ob er überhaupt an mich denken wird. 

2.3.09 20:00


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Wie kann er mich vergessen haben, wenn keiner meiner Tage zur Neige geht, ohne dass ich in Gedanken bei ihm bin?

Das Gleiche wie letztes Jahr. Kein Wort von ihm, und mein Herz zerspringt an seinem Schweigen.

Es ist schrecklich, wenn die Hoffnung, er könnte vielleicht doch an dich denken, durch dieses Nichts zerstört wird. Die Alternative nicht erfreulicher: Er hat an dich gedacht, aber es war ihm nicht genug wert, sich zu melden.

3.3.09 23:51


Momentan schlafe ich lieber, als dass ich wach bin.
Denn da ist meist weniger Schmerz, weniger Tränen. Weniger Hoffnungslosigkeit & weniger Resignation.
Und er. Er ist da.
An meiner Seite, dort, wo alles an mir meint, dass er hingehört. Als guter Freund, als Vertrauter.

Die Realität kann keine Faser meines Körpers ertragen.

5.3.09 22:37


Es ist einfach alles nicht fair.

Vergessen zu werden, während man selbst einfach nicht vergessen kann.

Gleichgültig zu werden, während er noch so viel bedeutet.

Tränen zu vergießen für jemanden, der nicht einmal an diesem einen Tag im Jahr schreiben kann.

Es ist nicht fair, dass er mir noch immer so unfassbar fehlt, jeden Tag, jede Sekunde. Noch viel zu oft bin ich schier überwältigt von diesem Verlust, so sehr, dass ich einfach nur daliegen kann und weinen.
Ich kann das nicht mehr aushalten. 3 Jahre ist es mittlerweile her, dass er gegangen ist, aber als Besserung empfinde ich nichts. Der Gedanke, nie wieder so mit ihm zu reden, ihn nie mehr umarmen & berühren zu können...dieser Gedanke, wenn er in seiner ganzen Wucht gedacht wird, bringt mich fast um. Ich kann noch unzählige Situationen vor meinem inneren Auge ablaufen sehen, habe Gesprächsfetzen für immer ins Gedächtnis gebrannt. Manchmal ist es, als könne ich ihn & das alles noch riechen, noch fühlen.
Aber es verfliegt. Weil es nicht bleibend ist und der Vergangenheit angehört.

Was bleibt ist die Leere.

6.3.09 11:50


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