Was war und ist, kommt und bleibt. . .

I wondered how long this could last. Maybe someday, years from now—if the pain would just decrease to the point where I could bear it—I would be able to look back on those few short months that would always be the best of my life. And, if it were possible that the pain would ever soften enough to allow me to do that, I was sure that I would feel grateful for as much time as he’d given me. More than I’d asked for, more than I’d deserved. Maybe someday I’d be able to see it that way.


[Stephenie Meyer - New Moon.]


Ich bin da noch nicht. Aber ich musste es von Sarah klauen, die es mir hier als Kommentar geschrieben hat.

Weil es einfach nichts...nichts dazu zu sagen gibt und darin alle Hoffnung liegt.
1.11.08 17:22


Werbung


Wenn Bauer sucht Frau läuft, muss ich einfach immer lachen (ja, ich schau das an), es ist nicht zu vermeiden, dass ich vor Ungläubigkeit in Gelächter ausbreche oder zumindest schmunzeln muss.
Manchmal glaube ich, man muss so etwas gucken, damit man sich selbst etwas "normaler" findet.

Heute wären mir zwischen und nach den Lachern fast versehentlich Tränen herausgerutscht. Plötzlich steckten sie mir im Herzen, sich einen Weg bahnend bis fast in die Augen. Eine große Traurigkeit und Wehmut erfasste mich. Und auch jetzt fällt es mir so schwer, das alles.
Ich fühle mich überfordert & erdrückt. Nicht stark genug & zerbrechlich. Ich ziehe mich zurück, rede weniger bis gar nicht mehr über irgendetwas, was als wichtig zu bezeichnen wäre. Fühle mich allein, obwohl ich weiß, dass ich es eigentlich nicht bin.
Und die Sehnsucht schnürt mir die Luft ab.
Nach ihm. Nach der 'guten alten Zeit'. Nach allem, was gewesen ist, mit Schule und den Freunden, die man jeden Tag gesehen, gesprochen hat. Jetzt so viel weniger oder kaum noch. Nach S., meinem besten Freund. Nach der scheinbaren Unbeschwertheit dieser Tage.



Heute sprach T. mich auf Silvester an, dass wir bald mal anfangen sollten, das zu planen. Ich sagte, ihm sei doch wohl klar, dass es in Chaos ausarten würde.
Nein, Lust verspüre ich nicht im Geringsten darauf. Nicht in dieser Situation, nicht nach den letzten Silvesterabenden. Da war so oft irgendwas geringfügig bis absolut falsch, schlecht, streichenswert. All die Erinnerungen, die an diese verschiedenen  Ausschnitte an die Oberfläche kommen, treiben mir einmal mehr die Tränen in die Augen. Weil es schrecklich war, oder auch unvergesslich. Oder beides.
Es wird wieder so sein, dass all meine Freunde irgendwo verstreut sind. Es fängt schon damit an, dass meine beiden Cousinen dann im Skiurlaub sind, wie letztes Jahr. Und nicht nur sie, man bekommt einfach nicht alle zusammen, die man gern um sich hätte, und das macht mich traurig. Es führt nur wiederholt vor, wie sehr sich alles verändert hat. Man sollte diesem Abend einfach generell nicht solch eine Bedeutung beimessen, aber irgendwie passiert es letztendlich doch jedes Mal wieder...
Am liebsten würde ich auch wegfahren, weit von weg hier sein, für mich, oder bloß mit 2, 3 der Besten.

Vielleicht würde dann der Schmerz etwas erträglicher sein.

3.11.08 22:39


 

 

Ich hab immer mehr das Gefühl, dieses verdammte, wunderbarste Gänsehaut-Lied, das immer immer wieder zu Tränen rührt, will die Melodie zu meinem Leben werden.

3.11.08 23:17


Angeregt von Esther...

Ja, was habe ich zu verlieren, wenn ich ihm all das schreibe, was ich denke, was mein Herz sich so zusammenbastelt über all die Monate, Jahre? Was?
Eigentlich sollte man meinen, wo nichts mehr ist, da kann es nicht noch weniger werden, denn das wertvollste, er, ist mir schon vor so langer Zeit verloren gegangen. Kann es denn alles noch schlimmer werden, als es ohnehin schon ist?
Mein ganzes Bewusstsein, all meine Vernunft sagt mir, dass er fort ist. Und nicht nur das, sondern auch, dass er nicht zurückkehren wird. Warum sollte er auch. Er dürfte alles haben, was er braucht, okay, nicht alles, unerfüllte Wünsche hat jeder. Aber ich spiele in dieser Rechnung vom Glück keine Rolle mehr, nicht einmal eine noch so unbedeutende Komponente.
Ich weiß, dass ich wohl nie wieder sein Zimmer betreten werde oder er meins, ihn nie mehr so in den Arm nehmen werde, er nicht mehr auf diese Weise für mich lächeln wird. Es gibt so vieles, was man noch hätte erleben wollen, sagen wollen. So viele Details, scheinbar unwichtig und doch die Welt beinhaltend, die sich für immer ins Gedächtnis eingebrannt haben und welche man nie vergessen wird. Und trotzdem habe ich so furchtbare Angst, dass ich irgendwann nicht mehr weiß, wie seine Stimme klingt. Dass sein Geruch verschwindet oder ich mich nicht mehr erinnern kann, wie er manchmal meinen Namen sagte oder wie es war, wenn sein Lächeln ohne Umwege direkt bis in die Seele schien.
All die etlichen, winzigkleinen Bruchteile, die die ihn zu ihm gemacht haben.

Nein, er ist weg, also sollte man annehmen, es gäbe nichts zu verlieren.
Und ich kann auch nichts erzwingen, nur weil ich es mir so sehr wünsche.
Alles, was geblieben ist, sind die Bilder, die mein Kopf mir malt. Angetrieben von der unberechtigten, törichten Hoffnung, nur noch so zusammengeschrumpft, dass sie mit dem bloßen Auge nicht mehr zu erkennen sein dürfte. Von der Hoffnung, dass.
Dass vielleicht. Nur ganz vielleicht, eingebettet in die pure, himmelschreiende Unmöglichkeit. Er doch irgendwann. Aus welchen nicht zu erklärenden Gründen auch immer. Ihr wisst schon.
Und ich weiß, wie dumm das ist, auch nur heimlich mit irgendeiner Faser meines Körpers daran zu denken.

Vielleicht ist es diese Illusion, die noch auf dem Spiel steht. Denn warum sollte er diesmal antworten. Oder diesmal so, dass sich davon irgendetwas Wesentliches ändern sollte, in die Richtung, die mehr herbeigesehnt wird als alles andere.

Ich verabscheue so sehr, dass immer wieder zu schreiben. Immer wieder zu denken. Immer wieder deswegen zu weinen. Und, dass es keine Worte gibt, die das eigentlich richtig ausdrücken könnten.
Er fehlt mir so unsagbar schrecklich.


Der entscheidende Punkt ist: Ich ihm nicht.
4.11.08 21:30


 [eine Seite weiter]
I want you to know that I miss you.
Gratis bloggen bei
myblog.de