Was war und ist, kommt und bleibt. . .

Ich weiß, dass sich wiederholt, was ich schreibe.
Aber die Gedanken ändern sich nunmal nicht bis kaum, trotz all der Zeit, die unaufhaltsam vergeht.

Oft frage ich mich, was anders wäre, wenn du mir geblieben wärest.
Ich meine abgesehen von der Tatsache, dass du einfach noch da wärst (allein das schon alles Wünschenswerte).
Aber: würde es mir besser gehen? Wäre es das, was ich will? Oder würde es meine Gefühlslage nur verschlechtern, weil es damals auch oft so war?
Aber allein dein Da-Sein war doch so viel größer, dass es gegenhalten konnte gegen all die negativen Empfindungen, die diese Liebe heraufbeschwor.
Und heute gehört meine Liebe doch nicht mehr dir, würde das nicht alles vereinfachen, die vielen Komplikationen, die daraus entstanden sind, könnten fernbleiben?!
Ja, auch wenn es möglicherweise naiv ist, ich glaube, es wäre besser. Sagen wir, auf keinen Fall schlechter.
Ich glaube, das Glück darüber, dass du zurück wärst in meinem Leben, tatsächlich zurück und nicht bloß noch immer in Gedanken anwesend. Dieses Glück würde alles überstrahlen. Und wenn es auch nicht zu leugnende Rückschläge geben würde: sie wären zu meistern.
Nur aus dem Gefühl heraus, doch nicht verloren zu haben
Dich nicht verloren zu haben.
Deine Freundschaft.
Es gab nichts Wertvolleres.

Aber so ist es. Alles ist in Verlust getränkt.


Natürlich, ich habe wundervolle Freunde, ohne Zweifel. Und nichts soll und könnte sie abwerten. Sie sind immer da, wenn ich sie brauche, ich kann mich auf sie verlassen, worum es auch geht, das Vertrauen stimmt. Sie schenken Glücksmomente und malen Sonnen voller Dankbarkeit - egal wie dunkel es ist. Ja, mit ihnen ist alles gut.

Aber doch. Eine Lücke ist entstanden.
Und keiner von ihnen vermag sie zu schliessen, selbst wenn ich mit ihnen reden kann. Denn das war es doch vor Allem, was mich mit dir verband.
Aber sie tun es auch persönlich.
Sie verbringen Zeit mit mir.
Sie zeigen mir, dass ich ihnen etwas bedeute.

Ich brauche dich eigentlich nicht, richtig?
Es sollte endlich alles gut sein, wie es ist.
So, wie du mich nicht mehr brauchst.
So, wie du bei dir sicher alles gut ist.


Ohne mich.


Aber wenn ich dich eigentlich nicht brauche, warum sehnt sich dann alles nach dir, jeden Tag?
Warum schmückst du meine Gedanken aus, wann immer es auch ist?
Warum schleichst du dich noch immer in meine Träume, unweigerlich?


Ich begreife nicht, wo das hinführen soll.
Vielleicht nimmt es einfach gar kein Ende?
Verzweiflung, weil es doch nicht ewig andauern kann. Es ist, als wäre all das schon ein Wegbegleiter geworden, der vertraut meinen Schritten folgt, wohin sie mich auch führen. Nicht abzuschütteln. Allgegenwärtig. Und wenn er ein kleines Stück zurückgeblieben ist, so holt er doch immer wieder auf.

[komisch, dass ich dich einst als eine Art Wegbegleiter betrachtet habe.]

Denn Gewohnheit ist es wohl geworden. Deine Abwesenheit.
Und wieder die Frage, warum dann kein Gewöhnen stattfindet, an die Situation, wenn doch Alltag geworden ist, was den Himmel verdunkelt.


Ich weiß, dass du fortgegangen bist von mir, wahrscheinlich sogar, ohne dich noch einmal umzudrehen.
[Ich wüsste gern, ob zumindest ein kleiner Funken Bedauern in deinen Augen lag.]
Dass du kaum noch an mich denkst, scheint keine Überraschung, nein. Ich glaube nicht, dass deine Zeit davon in Anspruch genommen wird. Selbst wenn, du würdest vermutlich verdrängen.
Ebenso bin ich mir bewusst darüber, was am Schmerzhaftesten ist, dass da kein Vermissen in deinem Tag steckt, weil ich nicht mehr da bin.


Das Begreifen fällt mir schwer. Noch viel mehr Vergessen. Wissend, dass es nicht möglich ist. Aber "damit leben", was immer so nett statt des Vergessens angeboten wird, natürlich...ich lebe damit. Was bleibt mir auch anderes.
Hier geht es allerdings nicht darum. Der Punkt ist vielmehr:

Dass du mir so sehr fehlst, will sich nicht ändern.
Jeden Tag.

Genauso wenig wie die Tatsache, dass wir nicht mehr existieren.
Die ändert sich auch nicht mehr.


Und da geht was du weißt,
und hier kommt was du ahnst
und das wie es wirklich ist
gegen dort wo du mal warst.
Und alles was du kennst
gegen alles was du glaubst,
der Zustand den man wankend kennt
bevor man ihm vertraut.
Und der Mist den du hier spürst
so jenseits von schade
sind die letzten drei Jahre...

11.2.08 15:48


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Seit Wochen träume ich von Skiurlaub mit den dreien.
Ich stelle es mir wundervoll vor, selbst wenn es noch lange dauern würde, ein bisschen herauszukommen aus dem Alltag, einfach weg von allem zu sein...nur wir 4 zusammen im Schnee, die Sonne scheint, wir geniessen die Zeit. Wir geniessen uns. Harmonie. Lachen. Viel reden. Unbeschwertheit für ein paar Tage. Und das alles umrahmt von Skifahren, eine Vorstellung, die so wunderbar scheint.

Zu wunderbar wohl, denn (lassen wir den Kostenfaktor mal aussen vor), es kann ja nie dazu kommen. Dazu müsste man ihr sagen, dass man sie nicht dabeihaben will, dass das sonst nicht so werden kann, wie man es sich wünscht. Wir alle wissen warum. Und dass es schwierig bis unmöglich wird, ihr das so zu sagen, steht ausser Frage. Aber tut man es nicht, so wird sie mitfahren, sich aufdrängen, was auch immer, wie so oft.
Und dann wäre es, wie so oft, nicht dasselbe.

Darum weiß ich, dass ich diesen Traum wohl weiterhin nur denken kann, nicht umsetzen.
Schade, dass er so schön ist, dass ich mich so danach sehne.

12.2.08 22:10


Heute Nacht träumte ich davon, wie er in der Schule neben mir sitzt, mich scherzhaft 'ärgert', Witze macht. Etwas, das ich so lange entbehren musste.
Wir schreiben irgendetwas auf einen Zettel, hin und her.
Am Ende steht, von ihm geschrieben: "Ich glaube es ist jetzt wieder möglich...dass ich dir bald mal erzähle, einige Dinge aus den letzten Monaten erkläre. [...] ...und mir eingestehe, dass ich dich vermisse."

Dann wachte ich auf.

Kurz darauf in der Zeitung, mein Horoskop für den Tag (an das ich nicht glaube und bloß zufällig las):
"Warum trauern sie einem Menschen hinterher, der sie ohnehin nie glücklich gemacht hätte?"

18.2.08 14:05


Nachdenklich geworden durch Sarah's Eintrag.
In dem sie sagte, dass es für einen kurzen, buchstäblichen Augenblick wieder so gewesen wäre, als wäre eben nichts gewesen. Als wäre alles wie früher, zwischen ihnen.

Und ich glaube, es gibt ebensolche Momente auch mit ihm noch immer. Wenn nicht mehr, dann hat es sie zumindest sehr lange noch gegeben.
[Und vielleicht ist das alles bloß Träumerei.]
Wenn er mich ansieht, die seltenen Male. Wenn sein Blick den meinen trifft, nur diese Sekunde...habe ich das Gefühl, in seinen Augen zu sehen. Ein wenig davon, was früher zwischen uns war. Als würde es in dieser Sekunde aufleuchten, nur um zu sagen, Hey...ich habe dich nicht vergessen. Ich weiß, wer du warst.

Und ich füge heimlich in Gedanken hinzu:
Bitte, vergiss das niemals.

19.2.08 22:46


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