Was war und ist, kommt und bleibt. . .

Manchmal wünsche ich mir jemanden, der ernsthafter ist.


Die Waage zwischen Witz und Ernsthaftigkeit schien bei ihm perfekt zu sein.

[I don't miss you, just who you used to be...]


Aber wer sagt mir, dass er nicht noch immer so ist?

1.7.07 00:33


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So schnell wird aus 'es sind ja noch 2 Monate' - 'es ist nur noch eine Woche.'

2.7.07 13:00


Gestern Abend habe ich die Mail an ihn abgeschickt.
Jetzt gibt es sozusagen kein Zurück mehr.

Ich glaube nicht, die besten Worte gefunden zu haben, aber da es mir ohnehin schwer genug fiel, bin ich froh, dass ich überhaupt etwas einigermaßen zufriedenstellendes zustande gebracht habe.


Ich weiß nicht, was/ob das (noch) etwas bringt, ich habe keine Ahnung, wie seine eventuelle Antwort aussehen wird.
Aber ich wollte nicht mehr bloß warten und nichts tun, so geschieht immerhin irgendetwas. Egal in welche Richtung. Es ist nicht mehr nur von Stillstand geprägt.
Und, der verhasste Satz: Was habe ich denn zu verlieren?
Kann es denn noch weniger werden?
[ja, es kann.]
Kann das Nichts, dass es schon geworden ist, noch mehr ersticken, wenn es weiter schrumpft?
Ich habe so lange gewartet und weiter gekämpft, wenn vielleicht auch nur im Stillen, aber möglicherweise ist jetzt der Zeitpunkt, an dem es aufhören sollte.
Entweder gewinne ich oder ich verliere.
Etwas dazwischen gibt es nicht.


Und vielleicht ein letztes Mal beginnt die Hoffnung sich in mir einzunisten, klein und zurückhaltend, betrunken und naiv.
Wagt nicht  zu wachsen, von mir bewusst unterdrückt.

Denn was ich erwarten muss, wird mir wohl ein letztes Mal das Genick brechen.

5.7.07 10:40


Es ist schon so lange still zwischen uns, viel zu lange.

Schweigen baut Mauern und versperrt Wege, die im Grunde zusammen begangen werden könnten, durchbrochen von grünen Wiesen, am Rand Blumen in allen erdenklichen Formen und Farben. Die, die stattdessen auftauchen, auf denen ist man allein und sucht vergebens jegliche Lebensfreude in ihnen, alles verdorrt und zertreten.
Schweigen macht das Atmen schwer und die Luft, die dich umgibt, dunkler. Weil Wolken sich vor das Lächeln schieben, die Hoffnungen erstickt und Worte ungesagt verschwinden lassen. Worte, die auszusprechen doch vielleicht so wichtig wäre.
Schweigen zerreißt das Herz in kleine Stücke mit jedem Tag, den es länger anhält, unaufhörlich. Denn dort baut es ein Nest mit Dornen, verletzend und vernichtend, weil es weiß, dort kann es am meisten Schaden anrichten. Nur dort, so weiß es, zeigt sich wie tief die Trauer darüber geht, dass nur noch Stille herrscht und es kann erkennen, wie viel Bedeutung der andere Mensch hat.
Schweigen lässt Unsicherheiten wachsen und rückt einstige Vertrautheiten in weite Ferne, möglicherweise so weit, dass man die  Distanz nicht mehr bewältigen kann - und dann ist es endgültig zu spät.

Schweigen zieht die sonst so gewohnten Hände, die gehalten haben, zurück und es bleibt nur der Lufthauch dessen, was einst Wärme spendete und flüsternd von Zuflucht sang. Und versucht man sie wieder zu greifen, so muss man enttäuscht feststellen, dass man bodenlosem Fall ausgeliefert ist oder sich in Zukunft selbst halten muss.


Schweigen zwischen zwei Menschen ist [mindestens für eine Seite] vielleicht das Schlimmste, was zwei Menschen sich antun können.

Die Seele wird so kalt davon...

[Nur noch in der verzweifelten Hoffnung, dass mein Schweigen bald endlich gebrochen wird.]

5.7.07 14:24


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I want you to know that I miss you.
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